Auch 2019 gut versichert

 

Das ändert sich im neuen Jahr

 

„Im neuen Jahr wird alles besser“, heißt es im Volksmund. Was die guten Vorsätze betrifft, die man sich selbst zum Jahreswechsel vornimmt, mag das stimmen (wenn man sie einhält). Doch die fast schon routinemäßigen Gesetzesänderungen im Versicherungsbereich scheinen nur selten auf Seiten des Verbrauchers zu sein. Schauen wir uns mal an, welche Änderungen 2019 auf uns zukommen …

 

Haftpflicht-, Hausrat- und Berufsunfähigkeitsversicherung

 

In diesen Bereichen hat die Verbraucherzentrale NRW richtig gute Nachrichten: „Beim Abschluss einer Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung wird ab Januar 2019 ein neues Informationsblatt Pflicht: Versicherer müssen den Kunden darin rechtzeitig vor der Unterschrift auf maximal drei Seiten über die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise sowie über Ausschlüsse informieren“, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung. Auch seien Laufzeit sowie Anfangs- und Enddatum des Vertrags anzugeben und die Pflichten des Kunden aufzuführen, um Schäden vom Versicherer erstattet zu bekommen. Vorgeschrieben werde den Versicherungsgesellschaften ab dem Jahreswechsel zudem eine klare und nicht irreführende Sprache für die Produktinformationsblätter.

 

Gesetzliche Krankenversicherung

 

Die Krankenkassenzentrale meldet Neuerungen in Sachen Beitragszahlung: „Nach den Bundestagswahlen 2017 und dem Beschluss für eine neue Große Koalition, einigten sich SPD und CDU/CSU auf die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung. Ab 2019 werden die Beiträge zur Krankenkasse folglich wieder zu 50 Prozent von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Das bedeutet, dass neben den 14,6 Prozent Beitragssatz auch der kassenindividuelle Zusatzbeitrag hälftig durch den Arbeitgeber finanziert wird. Derzeit zahlen Versicherte den Zusatzbeitrag, der durchschnittlich 1,0 Prozent beträgt, noch allein.“

Krankenkassenbeitrag 2019
Die Krankenkassenbeiträge werden ab 2019 wieder zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen.

Auch für ehemalige Zeitsoldaten gibt es positive Änderungen: Ihnen wird laut der Verbraucherzentrale NRW ein einheitlicher Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht, wo sie sich in Zukunft freiwillig versichern können. Der Anspruch auf die bisherige Beihilfe für die Zeit nach Dienstende wird zudem von einem Beitragszuschuss abgelöst.

 

Pflegeversicherung

 

Die erste negative Meldung betrifft den Bereich Pflegeversicherung. Und zwar wird hier der Beitragssatz um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent angehoben (für Kinderlose auf 3,3 Prozent). Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Gründe für diese „Anpassung“ auf ihrer Homepage detailliert erläutert: „Warum höhere Beiträge zur Pflegeversicherung notwendig sind“.

 

Arbeitslosenversicherung

 

„Das Bundeskabinett hat die Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung im September 2018 auf den Weg gebracht. Dadurch sollen die Beitragszahler im 2019 um insgesamt rund sechs Milliarden Euro entlastet werden. Der Beitragssatz wird dauerhaft auf 2,6 Prozent und per Verordnung um weitere 0,1 Prozentpunkte befristet bis zum Jahr 2022 gesenkt“, schreibt die Deutsche Handwerkszeitung in einem Beitrag über Gesetzesänderungen 2019.

 

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